Dr. Jonas Kreienbaum

Historisches Institut der Universität Rostock
Neuer Markt 3, R. 403b
18055 Rostock

Telefon: +49 381 498-2723
E-Mail: jonas.kreienbaumuni-rostockde

Forschungsinteressen

  • Empires und Kolonialismus
  • Postkoloniale Nord-Süd-Beziehungen
  • Wirtschaftskrisen
  • Massengewalt und Genozid
  • Globalgeschichte

Zur Person

  • geboren 1982 in Bochum

  • 2001-2008: Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und der University of Nottingham; studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Zeitgeschichte (Prof. Dr. Ludolf Herbst)

  • 2008: Magister Artium mit der Arbeit „Koloniale Gewaltexzesse um 1900 – Ein internationaler Vergleich“

  • 2006-2008: Mitarbeit im Ausstellungsprojekt „Verraten und Verkauft“ über die Vernichtung jüdischer Unternehmen in Berlin während des Nationalsozialismus, die im Oktober 2008 in der Humboldt-Universität eröffnet wurde

  • 2008-2013: Arbeit an der Promotion mit dem Titel „A sad fiasco. Koloniale Konzentrationslager um 1900“, gefördert durch ein Elsa-Neumann-Stipendium, am 11. Juni 2013 an der Humboldt-Universität verteidigt

  • 2008-2013: verschiedene Lehraufträge an der Humboldt-Universität

  • seit Dezember 2012 Assistent am Lehrstuhl für Europäische und Neueste Geschichte der Universität Rostock (Prof. Dr. Ulrike von Hirschhausen)

  • 2016: Post-Doc-Stipendiat am Deutschen Historischen Institut London

  • 2018-2019: Forschungsstipendium der Gerda-Henkel-Stiftung

Mitgliedschaften/Ämter

  • Mitglied der German Historical Society
  • Gründungsmitglied des Arbeitskreis Geschichte – Gewalt – Gesellschaft
  • Mitglied der Society for Historians of American Foreign Relations
  • Auslandsbeauftragter des Historischen Instituts der Universität Rostock

Publikationen und Vorträge

Monografien und Herausgeberschaften

Monografien und Herausgeberschaften

  • A Sad Fiasco. Colonial Concentration Camps in Southern Africa, 1900-1908, New York 2019.

  • The Imperial Cloud (Themenheft des Journal of Modern European History 14 (2016) 2; gemeinsam mit Christoph Kamissek).

  • „Ein trauriges Fiasko“. Koloniale Konzentrationslager im südlichen Afrika 1900-1908, Hamburg 2015.
Aufsätze (Auswahl)

Aufsätze (Auswahl)

  • „Der verspätete Schock – Sambia und die erste Ölkrise 1973/74“, in: Geschichte und Gesellschaft 43 (2017) 4, S. 612-633.

  • „Eurozentrismus, europäische Geschichte und das Problem der Empires“, in: Journal of Modern European History 14 (2016) 4, S. 469-474.

  • „An Imperial Cloud? Conceptualising Interimperial Connections and Transimperial Knowledge“, in: Journal of Modern European History 14 (2016) 2, S. 164-182. (gemeinsam mit Christoph Kamissek)

  • „A Shared Malady: Concentration Camps in the British, Spanish, American and German Empires“, in: Journal of Modern European History 14 (2016) 2, S. 245-267. (gemeinsam mit Aidan Forth)

  • „Friedrich von Lindequist, koloniale Konzentrationslager und transimperiales Lernen“, in: Revue d’Allemagne 48 (2016) 1, S. 75-88.

  • „Täler der Verzweiflung“, in: die tageszeitung, 15.7.2015, S. 15.

  • „‚Wir sind keine Sklavenhalter’ – Zur Rolle der Zwangsarbeit in den Konzentrationslagern in Deutsch-Südwestafrika (1904-1908)“, in: Christoph Jahr/Jens Thiel (Hg.): Lager vor Auschwitz. Gewalt und Integration im 20. Jahrhundert, Berlin 2013, S. 68-83.

  • „Guerrilla Wars and Colonial Concentration Camps. The Exceptional Case of German South West Africa (1904-1908)”, in: Journal for Namibian Studies 11(2012), S. 85-103.

  • „‚Vernichtungslager’ in Deutsch-Südwestafrika? Zur Funktion der Konzentrationslager im Herero- und Namakrieg (1904–1908)“, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 12 (2010), S. 1014-1026.

  • „Koloniale Gewaltexzesse – Kolonialkriege um 1900“, in: Alain Chatriot/Dieter Gosewinkel (Hg.): Koloniale Politik und Praktiken Deutschlands und Frankreichs 1880-1962, Stuttgart 2010, S. 155-172.

Aktuelle Vorträge

Aktuelle Vorträge

  • „Sambia, die Ölkrisen und die Neue Weltwirtschaftsordnung“ am 3. Februar 2020 während der Tagung „Sambia als Forschungskontext - eine interdisziplinäre Tagung" an der Universität Wuppertal

  • „Ich glaube man ist hier in Gefangenschaft ein anderer Mensch geworden.“ Buchvorstellung und Diskussion zu Kolonialismus und Nationalsozialismus mit Dr. Jonas Kreienbaum und Jakob Saß am 24. November 2019 im Haus der Wannsee-Konferenz Berlin

  • „Die neue Durchschlagskraft der 'Dritten Welt'. Die globale Diskussion um eine Neue Weltwirtschaftsordnung im Gefolge der ersten Ölkrise von 1973/74“ am 6. November 2019 am Institut für Zeitgeschichte in Berlin
  • „Keine Vernichtungslager. Koloniale Konzentrationslager um 1900“ am 21. Oktober 2019 im Rahmen des Symposiums „Lager und Gewalt“ an der Universität Wien
  • „Die Ölkrise von 1973/74. Globale Machtverschiebung für eine Neue Weltwirtschaftsordnung?“ am 22. Januar 2019 im Oberseminar „Neuere Forschungen zur Zeitgeschichte“ an der Universität Tübingen
  • Teilnahme am Werkstattgespräch „Der Völkermord an der Herero und Nama“ mit Bernhard Schlink am 13. November 2018 am European Center for Constitutional and Human Rights in Berlin
  • Teilnahme an der Podiumsdiskussion „The Long Shadow of Germany's Colonialism: The Case of the Ovaherero and Nama Peoples v. Germany“ des Max-Planck-Instituts for Comparative Public Law and International Law im Oktober 2018 in Berlin
  • "Economic Interventions from 19th Century Empires to Late 20th Century International Financial Institutions: A neo-colonial continuity?" im Juni 2018 im Rahmen des Workshops "Empires in Global History" an der Universität Leipzig (gemeinsam mit Ulrike von Hirschhausen)
  • „Lusaka 1970. Die ökonomische Refokussierung der Bündnisfreien“ im Februar 2018 im Rahmen der Tagung „Globale Ungleichheiten diskutieren. Der Nord-Süd-Konflikt in den internationalen Beziehungen“ an der Universität Leipzig