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Herzlich willkommen am Historischen Institut!

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Geschichtswissenschaft als eigenständige akademische Disziplin – das ist eine Entwicklung, die in ganz Europa mit der Spezialisierung von Wissenschaft und der Entstehung neuer Fächer im 19. Jahrhundert einsetzte und zu einer Fülle neuer Seminare an den großen Universitäten führte. Auch an der Universität Rostock wurde im Zuge dieser Professionalisierung historischen Forschens und Lehrens 1865 ein „Historisches Seminarium“ gegründet. Nach einer wechselvollen, von den jeweiligen politischen Regimes geprägten Geschichte wurde nach der Wende von 1989/90 die vormalige „Sektion Geschichte“, wie das Gros aller historischen Institutionen der DDR, aufgelöst. An ihre Stelle trat 1993 ein Historisches Institut mit fünf epochal, bzw. methodisch ausgerichteten Professuren.

Wissenschaftliches Profil

Die Erforschung und Vermittlung der Geschichte wird von den Mitgliedern des Instituts in sechs Fachgebieten betrieben:

 

Trotz dieser chronologisch ausgerichteten Lehr- und Forschungsschwerpunkte verstehen die Institutsmitglieder die Trennung zwischen den Epochen nicht als Brüche, sondern erkunden Kontinuitäten, Konversionen und Wandlungsprozesse. Dabei suchen sie die Epochengrenzen immer wieder konstruktiv zu hinterfragen. Neben einem Schwerpunkt in der Landes-, Agrar- und Regionalgeschichte legt das Institut einen zweiten Schwerpunkt auf die europäische und vergleichende Geschichte. Dabei finden auch die Wechselwirkungen mit der außereuropäischen Welt zunehmend Beachtung. Die Schwerpunkte des Instituts werden durch die Althistoriker des Heinrich-Schliemann-Instituts  und die Experten der Forschungs- und Dokumentationsstelle des Landes zur Geschichte der Diktaturen in Deutschland zeitlich und thematisch ergänzt.

Studium und Lehre

Lehrveranstaltungen im Fach Geschichte werden am Historischen Institut im Rahmen des Lehramts- und des Bachelorstudiums sowie im Masterstudiengang „Historische Wissenskulturen“ angeboten. Die gegenwärtig rund 1000 Studierenden werden nicht nur als Historikerinnen oder Geschichtslehrer ausgebildet, sondern können auch auf das breite Angebot der Nachbardisziplinen zugreifen, um fachübergreifende Schlüsselqualifikationen wie Medien und Sprachkompetenzen zu entwickeln. Den Weg nach Europa bahnt das seit vielen Jahren etablierte Erasmus-Programm, das Partnerschaften mit zehn Universitäten, darunter die Universität Nantes, die Sapienza Universitá di Roma, die Universität Wien und die lettische Universität Riga unterhält. Für Unterstützung bei der Organisation eines Auslandsaufenthalts hat das Institut einen eigenen Fachkoordinator, der den Studierenden dabei hilft, sich international zu qualifizieren.

Architektonische Verortung

1993 zog das wiedergegründete Institut in den Verwaltungstrakt der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des Staatssicherheitsdienstes der DDR.  Von der engen Verbindung zur Dokumentationsstelle zur Geschichte deutscher Diktaturen hat die Erforschung der unmittelbaren Zeitgeschichte stark profitiert. Die historische Bibliothek ist in unmittelbarer Nähe im 1480 erbauten Michaeliskloster (siehe Foto) untergebracht. Dort betrieben die „Brüder vom gemeinsamen Leben“, so der Name dieser Rostocker Laienbruderschaft, bis Mitte des 16. Jahrhunderts auch eine Druckerei. Das 1994 grundsanierte Gebäude ist mit modernen Lesesälen und zeitgemäßer Computertechnik ausgestattet, die Bibliothek umfasst rund 60.000 Bände.

Wir laden Sie herzlich ein, sich ein Bild unseres Historischen Instituts an der Universität Rostock zu machen!

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