Kurzvita

Kurzvita

  • geb. 1978 in Lemgo, Nordrhein-Westfalen
  • 1998–2006 Studium der Geschichte und Germanistik/Literaturwissenschaft an der Universität Potsdam
  • 2006–2015 Lehrbeauftragter am Historischen Institut der Universität Potsdam
  • 2007–2010 Stipendiat der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
  • seit Mai 2011 Geschäftsführer der Stiftung Ernst-Reuter-Archiv beim Landesarchiv Berlin, www.ernst-reuter.org
  • 2014 Disputation an der Universität Potsdam
  • seit 2017 Lehrbeauftragter am Historischen Institut der Universität Rostock
Projektskizze

Projektskizze

Kommunale Verwaltung und transatlantische Begegnung. Fachaustausch, Netzwerke und Politik zwischen Berlin und den Großstädten Nordamerikas, 1890–1939
(Habilitationsprojekt)

(Betreuer: Prof. Dr. Stefan Creuzberger)

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebten die Großstädte Europas und Normamerikas ein rasantes Bevölkerungswachstum, das in der Geschichte bis dahin ohne Beispiel war. Die aus der Urbanisierung resultierenden Veränderungen führten die Notwendigkeit einer umfassenden und modernen Gesichtspunkten folgenden munizipalen Verwaltung vor Augen. In einer Phase der voranschreitenden Globalisierung, als dank technischer Fortschritte und verbesserter Reisemöglichkeiten die räumlichen Distanzen zwischen den Kontinenten schrumpften, entstanden seit den 1890-er Jahren über die Landesgrenzen hinweg zwischen den städtischen Verwaltungen zahlreiche Verbindungen und Netzwerke. Auf internationalen Konferenzen und Ausstellungen, auf Studienreisen und in der Publizistik diskutierte die Gemeinschaft der mit der Urbanisierung beschäftigten kommunalen Experten die drängenden Probleme der Städte und deren Lösung.

Das Forschungsprojekt geht den vielfältigen Spuren dieses transatlantischen Fachaustausches nach. Im Zentrum steht dabei die Frage nach den fachlichen, gedanklichen und politischen Verbindungen zwischen Berlin und den Großstädten der USA vom Kaiserreich bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges. Auf der Grundlage deutscher und amerikanischer Quellen wird die Stadtgeschichte Berlins aus einer transnationalen Perspektive betrachtet, die die Berührungspunkte zwischen der Neuen und der Alten Welt aufzeigt.

Bei der Studie handelt es sich um ein Forschungsprojekt der Stiftung Ernst-Reuter-Archiv, das in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Zeitgeschichte der Universität Rostock entsteht.

Publikationen

Publikationen

Monografien

  • Zwischen Opposition und Blockpolitik. Die „bürgerlichen“ Parteien und die SED in den Landtagen von Brandenburg und Thüringen (1946–1952) (= Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Bd. 171). Düsseldorf 2016.
  • Reisen in die Zukunft. Die USA-Besuche des Berliner Magistrats 1929 (= Ernst-Reuter-Hefte, H. 4). Berlin 2014.
  • Orte der Demokratie in Berlin. Ein historisch-politischer Wegweiser. Berlin 2004 (Co-Autor).

Sammelbände

  • Die Berliner Republik. Beiträge zur deutschen Zeitgeschichte seit 1990 (= Zeitgeschichte im Fokus, Bd. 2). Berlin 2013 (Mitherausgeber).
  • Hauptstadtanspruch und symbolische Politik. Die Bundespräsenz im geteilten Berlin 1949–1990 (= Zeitgeschichte im Fokus, Bd. 1). Berlin 2012 (Mitherausgeber).
  • Die Vier Mächte in Berlin. Beiträge zur Politik der Alliierten in der besetzten Stadt (= Schriftenreihe des Landesarchivs Berlin, Bd. 9). Berlin 2007 (Mitherausgeber).

Zeitschriftenaufsätze

  • Haft und Befreiung. Ernst Reuter im Konzentrationslager Lichtenberg 1933–1934, in: Erinnern! Aufgabe, Chance, Herausforderung, 2014, H. 1, S.5–15.

Aufsätze in Sammelbänden

  • Der Sozialismus als „Krönung der Demokratie“. Die SED, die sowjetische Besatzungsmacht und der Antiparlamentarismus in den Landtagen der SBZ/DDR, in: Marie-Luise Recker et al. (Hrsg.): Parlamentarismuskritik und Antiparlamentarismus in Europa (= Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Bd. 175/Parlamente in Europa, Bd. 5). Düsseldorf 2018, S. 71–95.
  • Reformpolitik und Dienst an der Gemeinde. Zum Wirken Otto Brauns und Ernst Reuters in den Jahren der Weimarer Republik, in: Manfred Görtemaker (Hrsg.): Otto Braun. Ein preußischer Demokrat. Berlin 2014, S. 59–83.
  • Die Berliner Republik und die zeithistorische Forschung. Eine Einführung, in: Michael C. Bienert et al. (Hrsg.): Die Berliner Republik. Beiträge zur deutschen Zeitgeschichte seit 1990 (= Zeitgeschichte im Fokus, Bd. 2). Berlin 2013, S. 7–34 (Co-Autor).
  • Geschichte einer Berliner Institution, in: 60 Jahre Bürgermeister-Reuter-Stiftung. Festschrift. Berlin 2013, S. 37–96.
  • „Berlin ist die Sache aller Deutschen“. Der Deutsche Bundestag, die Regierung Adenauer und die Hauptstadtfrage, in: Michael Bienert et al. (Hrsg.): Hauptstadtanspruch und symbolische Politik. Die Bundespräsenz im geteilten Berlin 1949–1990 (= Zeitgeschichte im Fokus, Bd. 1). Berlin 2012, S. 151–182.
  • Bundespräsenz in Berlin. Eine Einführung, in: Michael C. Bienert et al. (Hrsg.): Hauptstadtanspruch und symbolische Politik. Die Bundespräsenz im geteilten Berlin 1949–1990 (= Zeitgeschichte im Fokus, Bd. 1). Berlin 2012, S. 9–32 (Co-Autor).
  • Das Land und die Bezirke. Brandenburg in den Jahren der SBZ/DDR (1945–1989/90), in: Friedrich Beck et al. (Hrsg.): Brandenburg. Neues altes Land. Geschichte und Gegenwart. BErlin 2010, S. 99–127 (Co-Autor).
  • Das Bundesland. Wiedervereinigung und Entwicklung seit 1990, in: Friedrich Beck et al. (Hrsg.): Brandenburg. Neues altes Land. Geschichte und Gegenwart. Berlin 2010, S. 172–195 (Co-Autor).
  • Wie demokratisch muss es aussehen? Die SED und die Inszenierung der „Volkswahlen“ 1950 in der DDR, in: Susanne Muhle et al. (Hrsg.): Die DDR im Blick. Ein zeithistorisches Lesebuch. Berlin 2008, S. 19– 28.
  • Die ungeliebte Kooperation. Die Vier Mächte und die Anfänge des Alliiertengefängnisses in der Wilhelmstraße 1946/47 1957, in: Michael Bienert et al. (Hrsg.): Die Vier Mächte in Berlin. Beiträge zur Politik der Alliierten in der besetzten Stadt (= Schriftenreihe des Landesarchivs Berlin, Bd. 9). Berlin 2007, S. 175–196.
  • Das Alliierte Kriegsverbrechergefängnis in der Wilhelmstraße. Zur Geschichte eines 40-j#hrigen Provisoriums, in: Bezirksamt Spandau von Berlin, Abt. Bildung, Kultur und Sport (Hrsg.): Spandau – Wilhelmstraße 23. Festungsgefängnis, Zivile Haftanstalt, Alliiertes Kriegsverbrechergefängnis. Berlin 2006, S. 16–26.
  • Kriegerdenkmale in der Provinz Brandenburg (bis 1945). Spezialinventar der Quellen im Brandenburgischen Landeshauptarchiv, in: Dieter Hübener et al. (Hrsg.): Kriegerdenkmale in Brandenburg. Von den Befreiungskriegen 1813/15 bis in die Gegenwart (= Einzelveröffentlichungen der Brandenburgischen Historischen Kommission e. V., Bd. 6). Berlin 2003, CD-ROM (Co-Autor).
  • „Schön war sein Leben, schnell sein Tod, und standhaft sein erfolgtes Scheiden.“ Zur Wahrnehmung des Soldatentodes in den Befreiungskriegen am Beispiel des Alexander von der Marwitz, in: Dieter Hübener et al. (Hrsg.): Kriegerdenkmale in Brandenburg. Von den Befreiungskriegen 1813/15 bis in die Gegenwart (= Einzelveröffentlichungen der Brandenburgischen Historischen Kommission e. V., Bd. 6). Berlin 2003, S. 137–158.
  • Die Denkmal-Datenbank (DDB) mit Einführung, in: Dieter Hübener et al. (Hrsg.): Kriegerdenkmale in Brandenburg. Von den Befreiungskriegen 1813/15 bis in die Gegenwart (= Einzelveröffentlichungen der Brandenburgischen Historischen Kommission e. V., Bd. 6). Berlin 2003, CD-ROM (Co-Autor).
  • Der Freistaat Preußen in der Weimarer Republik, in: Julius H. Schoeps (Hrsg.): Preußen. Geschichte eines Mythos. Berlin 2000, S. 170–197 (Co-Autor).

Artikel in Lexika und Beiträge in Sachbüchern

  • Die Bundesrepublik Deutschland (1949–1990), in: Jens Gieseke et al. (Hrsg.): Allgemeinbildung. Vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis heute. Deutsche Geschichte ab 1945. Würzburg 2009, S. 58–115.
  • Deutschland seit der Wiedervereinigung 1990, in: Jens Gieseke et al. (Hrsg.): Allgemeinbildung. Vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis heute. Deutsche Geschichte ab 1945. Würzburg 2009, S. 202–243.
  • Heinrich von Stephan, in: Friedrich Beck et al. (Hrsg.): Brandenburgisches Biographisches Lexikon (= Einzelveröffentlichungen der Brandenburgischen Historischen Kommission e. V., Bd. 5). Potsdam 2002, S. 382.
  • August Zinn, in: Friedrich Beck et al. (Hrsg.): Brandenburgisches Biographisches Lexikon (= Einzelveröffentlichungen der Brandenburgischen Historischen Kommision e. V., Bd. 5). Potsdam 2002, S. 439.

Rezensionen

  • Rezension von: Peter Böthig et al. (Hrsg.): „Die Russen sind da". Kriegsalltag und Neubeginn 1945 in Tagebüchern aus Brandenburg. 2., durchges. Aufl. Berlin 2011, in: Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands, 61. Jg. (2016), S. 484–488.
  • Rezension von: Jan Foizik (Hrsg.): Sowjetische Kommandanturen und deutsche Verwaltung in der SBZ und frühen DDR. Dokumente. BErlin et al. 2015, in: sehepunkte 15. Jg. (2015), Nr. 11 [15.11.2015], URL: www.sehepunkte.de/2015/11/26597.html.
  • Rezension von Ingrid Jander: Politische Verfolgung in Brandenburg 1949 bis 1953. Der Kampf gegen Ost-CDU, Bauern und Kirchen im Spiegel der Akten von SED und Staatssicherheit. Düsselsorf 2012, in: sehepunkte 12. Jg. (2012), Nr. 10 [15.10.2012], URL: www.sehepunkte.de/2012/10/21147.html.
  • Rezension von Andreas Thüsing (Hrsg.): Das Präsidium der Landesverwaltung Sachsen. Die Protokolle der Sitzungen vom 9. Juli 1945 bis 10. Dezember 1946 (= Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung, Bd. 40). Göttingen 2010, in: sehepunkte 11. Jg. (2011), Nr. 2 [15.02.2011], URL: www.sehepunkte.de/2011/02/18563.html.
  • Rezension von Bernd Heidenreich et al. (Hrsg.): Kultur und Politik. Die Grimms. Frankfurt am Main 2003, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte, 56. Jg. (2006), S. 288–290.

Sonstige Forschungsaktivitäten/Laufende Publikationsprojekte

  • Kommunale Verwaltung und transatlantische Begegnung. Fachaustausch, Netzwerke und Politik zwischen Berlin und den Großstädten Normamerikas, 1890–1939 (Monografie).
  • Preußen zwischen Demokratie und Diktatur. Der Freistaat, das Ende der Weimarer Republik und die Errichtung der NS-Herrschaft, 1932–1934 (Sammelband).
  • Das Land Brandenburg 1945–1952 (Sammelband).

Julian Dunz, M.A.

E-Mail: julian.dunz@uni-rostock.de

Kurzvita

Kurzvita

  • geboren 1987 in Grevesmühlen
  • 2008 bis 2012 B.A. Studium der Geschichte und Politikwissenschaften an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
  • 2012 bis 2014 M.A. Studium „Historische Wissenskulturen“ an der Universität Rostock
  • 2014 Masterarbeit über das Thema „Das Ende des Ministeriums für Staatssicherheit im Norden der DDR“
  • seit Januar 2017 Stipendiat der Promotionsförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung
Projektskizze

Projektskizze

„Schaufenster des Sozialismus“ – Systemkonkurrenz und Repräsentation auf den Rostocker Ostseewochen 1958–1975 im Spiegel der deutsch-deutsch-dänischen Beziehungen

(Betreuer: Prof. Dr. Stefan Creuzberger)

Die Rostocker Ostseewochen, ein großangelegtes Festprogramm mit politischen, kulturellen und sportlichen Inhalten, waren von 1958 bis 1975 ein Versuch der SED-Führung, die internationale Isolation der DDR zu überwinden und ihre wirtschaftlichen und sozialen Errungenschaften im Bezirk Rostock zu präsentieren. Speziell Dänemark und die übrigen nordischen Staaten standen hierbei im besonderen Fokus. Die Arbeit soll untersuchen, welche Wechselwirkungen in der Bundesrepublik, in Nordeuropa und speziell in Dänemark eine Veranstaltung wie die Ostseewoche in der Hochphase des Kalten Krieges auslöste und wie sich die Rezeptionen und Perzeptionen des Rostocker „Friedensfestes“ während der Zeit der Entspannung ab dem Ende der sechziger Jahre bis zur internationalen Anerkennung der DDR entwickelten. Für die Erschließung des Themas werden sowohl Materialien aus Archiven der ehemaligen DDR als auch der Bundesrepublik und Skandinaviens ausgewertet.


Kurzvita

Kurzvita

  • geboren 1988 in Berlin
  • 2008–2012 B.A.-Studium der Geschichte sowie Politik und Verwaltung an der Universität Potsdam
  • 2012–2015 M.A.-Studium Zeitgeschichte an der Universität Potsdam
  • 2014 Masterarbeit über das Thema „Ernst Reuter und die KPD“
  • seit November 2016 erster Arno-Esch-Stipendiat der Forschungs- und Dokumentationsstelle des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Geschichte der Diktaturen in Deutschland
Projektskizze

Projektskizze

Ernst Reuter und der Kommunismus

(Betreuer: Prof. Dr. Stefan Creuzberger)

Als erster Regierender Bürgermeister von Berlin setzte sich Ernst Reuter (1889-1953) Zeit seines Lebens mit dem Kommunismus auseinander. Dem breiten Publikum als strikter Antikommunist bekannt, blieb der einstige kommunistische Renegat Ernst Reuter weitgehend im Dunkeln. In bürgerliche Verhältnisse hineingeboren, wurde er während seines Studiums zu einem bekennenden Sozialdemokraten. In russischer Kriegsgefangenschaft und während seiner Zeit als Volkskommissar an der Wolga entwickelte er sich zu einem überzeugten Kommunisten der nach seiner Rückkehr nach Deutschland im Winter 1918 bis in die höchsten Kreise der KPD aufstieg. In der Position des Generalsekretärs der Partei erfuhr er die immer stärker werdende Bevormundung durch die Russische Kommunistische Partei der Bolschewiki und die Kommunistische Internationale am eigenen Leib. Jene Erfahrung und der Kontakt zum Kommunismus stalinistischer Prägung hatten großen Einfluss auf den späteren Antikommunisten Ernst Reuter.

Diese beiden Abschnitte seines Lebens will die Untersuchung durch Auswertung deutscher, russischer, englischer und amerikanischer Quellen sinnvoll miteinander verknüpfen. Dabei geht sie der Frage nach, welche Kontinuitäten und Brüche in Ernst Reuters Verhältnis zum Kommunismus auszumachen sind und wie sich diese einerseits in seinem politischen Denken und andererseits konkret in seinen politischen Aktivitäten niederschlugen. Beleuchtet werden in diesem Zusammenhang seine kommunistische Abwehrarbeit sowie seine Kooperation mit antikommunistischen Netzwerken und Institutionen in Berlin, in Bonn, innerhalb der SPD und mit den Westalliierten, stets mit dem Fokus auf die Auswirkungen dieser Beziehungen auf eine breite Strategie gegen den Kommunismus. Daneben werden auch die Reaktionen und Interaktionen in den Blick genommen, die Reuters Handeln bei der KPD/SED und bei der UdSSR auslösten.

Die Studie sieht sich der Synthese verschiedener Forschungsansätze verpflichtet und möchte weder eine reine Biografie noch eine ausschließliche Ideengeschichte sein. Vielmehr sollen die Vorzüge der biografischen Herangehensweise genutzt und mit anderen sozial- und kulturgeschichtlichen Ansätzen verbunden werden. Vornehmlich zu nennen, wären an dieser Stelle die Zugänge der transnationalen Verflechtungsgeschichte und der cold war culture-Forschung.  

Publikationen

Publikationen

  • Von radikaler Begeisterung zur Parteikritik: Ernst Reuter und die KPD 1919–1922, in: Breunig, Werner/Schaper, Uwe (Hrsg.): Berlin in Geschichte und Gegenwart. Jahrbuch des Landesarchivs Berlin 2015. Berlin 2015, S. 99–124.

Kurzvita

Kurzvita

  • Geboren 1982 in Hamburg
  • 2004–2012 Studium der Geschichte und Politikwissenschaften an der Universität Potsdam
  • 2012 Abschluss des Studiums mit einer Arbeit über die Auswirkungen des Stadt-/Land-Konflikt auf die politische Kultur der spätwilhelminischen Gesellschaft
  • seit August 2013 Promotion über das Thema „Kampf um die Köpfe“ – Berliner Hochschulpolitik und Hochschulwesen im Kalten Krieg 1945–1961 (Betreuer: Prof. Dr. Stefan Creuzberger)
  • seit Januar 2015 Stipendiat der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Projektskizze

Projektskizze

„Kampf um die Köpfe“ – Das Amt für gesamtdeutsche Studentenfragen und die hochschulpolitische Kultur des Kalten Krieges im geteilten Berlin 1948–1963

(Betreuer: Prof. Dr. Stefan Creuzberger)

Spätestens mit der Gründung der Freien Universität Berlin im Jahre 1948 erreichte der Kalte Krieg die deutsche Hochschullandschaft. Als Reaktion darauf wurde 1949 in West-Berlin das Amt für Gesamtdeutsche Studentenfragen (AGSF) gegründet. Das Amt sollte der Teilung  der deutschen Universitätslandschaft entgegenwirken und den Kontakt zur DDR-Studentenschaft aufrechterhalten. Anhand des AGSF sollen Arbeitsweise, politisches Selbstverständnis und Bedeutung der studentischen Deutschlandpolitik im geteilten Berlin exemplarisch untersucht werden. Zudem werden die Wahrnehmung und Bekämpfung des AGSF durch das SED-Regime erforscht. Die Untersuchung versteht sich als Beitrag zur Erforschung der politischen Kultur des Kalten Krieges in Deutschland.