Buchschließen
Historische Buchbeschläge: Buchschließen
Objektbeschreibung
Originaltitel: Mehrere Beispiele historischer Buchschließen
Entstehung: 15.-18. Jahrhundert
Material: Bronze und Lederreste
Ausgestellt: Originale
Vormoderne Bücher waren am Rücken sehr eng gebunden, so dass sie im geschlossenen Zustand immer leicht geöffnet waren. Um dies zu verhindern und den Buchblock vor dem Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit zu schützen, hat man an den Deckeln sogenannte Schließen angebracht, die den Buchblock fest zusammenhielten.


In Mitteleuropa wurden am hinteren Buchdeckel Leder- oder Pergamentbänder angebracht. An diesen war eine mehr oder weniger verzierte Metallöse angebracht, die am oder auf dem Vorderdeckel eingehängt werden konnten. Hierbei konnte entweder ein einfacher Stift bzw. Dorn verwendet werden oder aber eine aufwändiger gestaltete Dorn-Platte. Spätere Exemplare der Ösen kamen ohne das Lederband aus, indem sie durch ein Scharnier mit dem Deckel verbunden waren.
Viele dieser Buchschließen wurden teilweise kunstvoll verziert. Die meisten der ausgestellten Exemplare weisen kreisförmige Verzierungen und einfache Linien-Muster auf. Ein besonders altes Exemplar ist bereits mit einer Verzierung gegossen worden.

