Buchschließen

Historische Buchbeschläge: Buchschließen

Objektbeschreibung

copyright: Prof. Dr. Marc von der Höh

Originaltitel:  Mehrere Beispiele historischer Buchschließen

Entstehung:    15.-18. Jahrhundert

Material:          Bronze und Lederreste

Ausgestellt:     Originale

Vormoderne Bücher waren am Rücken sehr eng gebunden, so dass sie im geschlossenen Zustand immer leicht geöffnet waren. Um dies zu verhindern und den Buchblock vor dem Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit zu schützen, hat man an den Deckeln sogenannte Schließen angebracht, die den Buchblock fest zusammenhielten.

copyright: Prof. Dr. Marc von der Höh; Buchschließe mit Ösenplatte und Resten des Lederbandes (links) sowie Dornplatte (rechts)
copyright: Prof. Dr. Marc von der Höh; Ösenplatte mit geometrischen Mustern und Resten des Lederbandes

In Mitteleuropa wurden am hinteren Buchdeckel Leder- oder Pergamentbänder angebracht. An diesen war eine mehr oder weniger verzierte Metallöse angebracht, die am oder auf dem Vorderdeckel eingehängt werden konnten. Hierbei konnte entweder ein einfacher Stift bzw. Dorn verwendet werden oder aber eine aufwändiger gestaltete Dorn-Platte. Spätere Exemplare der Ösen kamen ohne das Lederband aus, indem sie durch ein Scharnier mit dem Deckel verbunden waren.



Viele dieser Buchschließen wurden teilweise kunstvoll verziert. Die meisten der ausgestellten Exemplare weisen kreisförmige Verzierungen und einfache Linien-Muster auf. Ein besonders altes Exemplar ist bereits mit einer Verzierung gegossen worden.