Stempel für die Blindprägung

Unterschiedliche Stempel für die Blindprägung des Bucheinbandes

Objektbeschreibung

Originaltitel:   Stempel unterschiedlicher Form für die Blindprägung

Entstehung:    18./19./20. Jahrhundert

Material:          Bronze; die Griffe zur Handhabung der Stempel fehlen 

Ausgestellt:     Originale

Die Überzugsleder der Einbände wurden bereits im Mittelalter durch die Technik der Blindprägung verziert. Dabei werden die negativen oder positiven Stempel und Platten auf das (feuchte) Überzugsleder an Deckeln und Rücken gedrückt, so dass das entsprechende Motiv einen Abdruck hinterlässt. Bei der Grundform spricht man vom Blinddruck. Hingegen kann im gleichen Arbeitsgang auch eine Vergoldung stattfinden, so dass die eingedrückten Motive sich zugleich goldfarben vom Einbandmaterial abheben. 

In der Ausstellung sind mehrere Beispiele für diese Art der Einbandverzierung mit und ohne Vergoldung zu sehen.

Am historischen Objekt kann man die verwendeten Stempel mithilfe von Durchreibungen dokumentieren:

copyright: Prof. Dr. Marc von der Höh; (Beispiel der in der Ausstellung gezeigten Summa Silvestrina)

Die historischen Stempel werden wissenschaftliche erfasst und zur Datierung und Lokalisierung von Einbänden herangezogen. Mittlerweile gibt es eine digitale Datenbank der identifizierten Stempel, Rollen und Platten:

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